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Lehrkräfte der NÖ Landwirtschaftlichen Fachschulen schließen Green Care-Ausbildung ab
LR Teschl-Hofmeister: Soziale Landwirtschaft befindet sich in einem dynamischen Entwicklungsprozess mit großer Nachfrage

Foto: Landesschulinspektor Karl Friewald (2.v.r.), Green Care Österreich-Geschäftsführerin Nicole Prop (rechts) und Oberärtztin Rosemarie Satzinger (Mitte mit Blumen) und die Green Care-zertifizierten PädagogInnen
Foto Copyright: Jürgen Mück

Krems (2.6.2021) Ab dem kommenden Schuljahr steht am Stundenplan der Landwirtschaftlichen Fachschulen verstärkt der Schwerpunkt Green Care. Daher absolvierten 13 Lehrerinnen und ein Lehrer einen einjährigen Green-Care-Lehrgang, um die positive Wirkung der Natur, von Tieren und Pflanzen professionell nutzen und kompetent unterrichten zu können. Nach der Präsentation der Abschlussarbeiten fand gestern in kleinem Rahmen der feierliche Abschluss der Ausbildung an der Weinbauschule Krems statt. Der Lehrgang wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Green Care Österreich durchgeführt.

Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gratulierte via Videoschaltung den Lehrkräften zum erfolgreichen Abschluss: „Der Bereich Green Care hält in den letzten Jahren auch verstärkt in der Landwirtschaft Einzug, weil er bei optimalen Rahmenbedingungen ein wirtschaftliches Standbein für Betriebe sein kann. Diese Form der sozialen Landwirtschaft befindet sich derzeit in einem dynamischen Entwicklungsprozess mit großer Nachfrage. Daher ist es wichtig die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich mit diesem aufstrebenden Bereich vertraut zu machen.“

„Das Fach Green Care ist in der neuen vierjährigen Fachrichtung ‚Sozialbetreuungsberufe im ländlichen Raum‘ ein eigener Unterrichtsgegenstand. Die Schülerinnen und Schüler schließen die Ausbildung sogar mit dem Zertifikat ‚Green Care Coach‘ ab. Aber auch in der Fachrichtung ‚Betriebs- und Haushaltsmanagement‘ hält diese innovative Form der sozialen Landwirtschaft Einzug“, betont Landesschulinspektor Karl Friewald, der die Abschlussprüfung gemeinsam mit Green Care Österreich-Geschäftsführerin Nicole Prop und Oberärtztin Rosemarie Satzinger leitete. „In Österreich gibt es bereits über 100 landwirtschaftliche Betriebe, die Green-Care-Programme anbieten. Etwa Angebote für Kinder, die in und durch die Natur lernen. Oder für Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen, die am Hof oder im Bauerngarten eine sinnstiftende Beschäftigung finden“, so Friewald. An den drei Landwirtschaftlichen Fachschulen Poysdorf, Warth und Zwettl ist in diesem Schuljahr die vierjährige Ausbildung „Sozialbetreuungsberufe im ländlichen Raum“ angelaufen.

Der Begriff Green Care fasst alle Aktivitäten und Interventionen zusammen, welche die positive und unterstützende Wirkung der Natur, von Tieren und Pflanzen nutzen, um Menschen zu helfen bzw. positiv zu beeinflussen. Je nach Zielgruppe werden gesundheitsfördernde, pädagogische oder soziale Ziele verfolgt.

(Schluss)